Man kann alles uebertreiben, nicht wahr? Aber das soll man nicht, denn es kommt nicht gut raus!
Klaeren wir das mal auf. Einen Toyotabus zu mieten ist eine Entscheidung, die jeden Tag aufs Neue grosse Freude bringt. Unbegrenzte Freiheit, Schlafplatz inklusive und Kuehlbox im Kofferraum! Es ist super und das einzige was fehlt, sind Dusche und Toilette. Auch das laesst sich arrangieren, es gibt schliesslich ueberall Toiletten und im schlimmsten Fall kann man sich in Nacht und Nebel Aktionen auch mal an einem Wassertrog waschen, egal ob legal auf dem oeffentlichen Oertchen oder illegal auf einem Campingplatz im Schutz der Dunkelheit.
Das alles ist gut zu ertragen und gibt auch mal das Gefuehl, etwas Verbotenes zu tun. Spannend. Soweit so gut.
Doch es kommt manchmal anders als man denkt. Ich frage mich, ob es an uns liegt oder ob die Menschen, die sich auf Campingplaetzen aufhalten einfach furchtbar schlecht gelaunt und muerrisch sind. So kommen sie mir hier jedenfalls vor. Das Tag fuer Tag. Hier ein unfreundliches Wort, da ein schlechter Standplatz fuer Berthe. Mal fuer 7 Dollar, mal auch fuer 30 Dollar. Und es geht immer weiter, jeden Tag schlecht gelaunte Menschen auf den Campingplaetzen Neuseelands und unsere Laune passt sich zusehends den Umstaenden an.
17 Naechte haben wir in der Berthe verbracht. Etwa 12 Naechte davon im Schutze eines Campingplatzes. Das war genug, um uns zu vergraulen und dazu zu bringen, endlich in einem normalen Bett in einem normalen Haus und umgeben von normalen Menschen zu uebernachten. Welche Wohltat!
Die eine Nacht war nicht genug, denn die muerrischen Halsabschneider auf den Zeltplaetzen sehen uns nicht mehr wieder… so haben wir uns in einem ehemaligen Spital, dem Chalet Backpackers, einquariter und erfreuen uns am Stadtleben in Dunedin.
PS: Es gibt noch einen weiteren Vorteil, nicht auf dem Zeltplatz zu sein; es gibt keine Sandfliegen in der Stadt.
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